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Pöl-Umbau meines BMW 525tds touring E34 Nr. 1

Mit dem hier beschriebenen Umbau habe ich insgesamt 77.000km im Pölbetrieb zurückgelegt.
Im April 2007 wurde das Fahrzeug auf Serienzustand zurückgerüstet und verkauft.

Die hier gezeigten Umbauten beziehen sich speziell auf den BMW 525tds E34, einiges lässt sich natürlich auf andere Fahrzeugtypen adaptieren.

 

 

Der erfolgte Umbau in Theorie...

...und Praxis

 

 

1. Schritt (AGR verschließen)

AGR-Ventil im BMW 525tds, zum Vergrößern Bilder anklicken

Grundsätzlich sollte bei jedem Fahrzeug die AGR verschlossen werden. Das ist wirklich eine saublöde Erfindung zur Einhaltung zweifelhafter Abgaswerte. Vom einfachen Abziehen und Verschließen der Unterdruckleitung am AGR-Ventil halte ich nichts, da das Ventil bedingt durch Ablagerungen darin möglicherweise gar nicht mehr richtig schließen kann. Durch das Einsetzen einer passend angefertigten Dichtung für die Flanschverbindung zwischen AGR-Rohr und AGR-Ventil ist man auf der sicheren Seite, dann geht auch bei defektem oder verschmutztem Ventil nichts mehr durch. Das AGR-Rohr befindet sich beim BMW unter einer Abdeckung und hat zum AGR-Ventil hin eine trompetenartige Weitung, in die sich die Dichtung durch Anziehen der Schrauben drückt.

AGR-Dichtung für BMW 525tds, hergestellt aus 2mm starkem Klingerit

 

 

2. Schritt (KGR mit automatischem Entlüfter)

Als erstes Fremdteil hielt ein Oventrop TocUno-Heizölentlüfter Einzug in den Motorraum. Im KGR wird die Rücklauf- leitung dem Vorlauf wieder zugeführt und so die Abwärme der ESP genutzt. Durch Verwendung dieses Teils wird trotzdem noch entlüftet und das große durchsichtige Staugefäß gibt auf den ersten Blick Aufschluss über die verwendete Kraftstoffqualität.

Halterung aus Flachstahl 80x5x90 Befestigung des Entlüfters mittels Sechskantschrauben M6x15+Scheiben

Auf der Vergrößerung des rechten Bildes ist auch gut das Schema des Anschlusses zu erkennen: Mittig die Saugleitung zum Tank, rechts der Vorlauf zur ESP, links der Rücklauf von der ESP.    >>>mehr Infos
 

 

3. Schritt (Nachglühanlage)

Austausch der serienmäßigen reinen BERU-Vorglühkerzen gegen maßlich identische nachglühfähige GKs von Bosch, Typ 0250 201 039. Anstatt durch das originale Vorglührelais werden diese nun durch ein Glühzeit- Steuergerät für den VW LT angesteuert. Bei dessen Anschluss muss vom Magnetschalter des Anlassers Klemme 50 abgegriffen und mit dem Relais verbunden werden. Über diesen Impuls wird die Nachglühphase eingeleitet. Mit Verwendung dieser Teile läuft der Motor sofort nach dem Kaltstart seidenweich und das erste kalte Pöl kann besser verbrennen. Kleiner Umbau, große Wirkung.

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4. Schritt (Elektrische Pölheizung)

Um schon vor der Wirksamkeit des im nächsten Schritt näher beschriebenen Kühlwasser- Wärmetauschers angewärmten Kraftstoff zu haben, habe ich meine unter Der Pölheizer behandelte Heizung mit spaltfrei eingesetzten GKs eingebaut. Hier eine spezielle Einbauempfehlung für den BMW 525tds E34.

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5. Schritt (Kühlwasser-Wärmetauscher)

Diesem bei KTM in Österreich hergestellten Zwerg wird eine Heizleistung von 1,5kW nachgesagt. Der A8-WT ist vermutlich der am weitesten verbreitete Plattenwärmetauscher bei Pöl-Umbauten und ist durch seine Verwendung im VW-/Audi-Konzern als Kraftstoffkühler tausendfach bewährt. Sein günstiger Preis und die kleinen Abmessungen machen ihn interessant, wobei Letzteres im BMW eher eine untergeordnete Rolle spielt.

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6. Schritt (Temperaturregelung)

Sicher ein eher langweiliges Thema für Besitzer einer rein mechanischen ESP. Bei einer elektronisch geregelten ESP gilt es jedoch die Kraftstofftemperatur auf max. 80°C steigen zu lassen um Betriebsstörungen, Einträge in den Fehlerspeicher und schlimmstenfalls das Fahren im Notprogramm zu vermeiden. Ich habe mein Limit daher auf für die Viskosität völlig ausreichende 75°C gesetzt, die ich durch die hier beschriebenen Maßnahmen einigermaßen konstant halte.

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7. Schritt (Difi-Isolierung)

Aus in jedem Baumarkt erhältlichen Isolierschlauch und wetterfestem gewebeverstärktem Klebeband entstand diese Mütze für den Hauptfilter. Die Kosten für dieses Teil belaufen sich wohl auf höchstens 2,--€ und man hat es in 10 Minuten gebastelt. Die Wirkung ist jedoch verblüffend...auch nach stundenlanger Standzeit (über Nacht in der Garage) strömt immer noch bei der letzten Fahrt aufgewärmter Kraftstoff aus der Patrone in den elektrischen Pölheizer. Die Isolierung liegt so stramm um die Patrone, dass man beim Filterwechsel beide Teile erst zusammenfügen und dann komplett anschrauben kann. Beim Einbau hat es aber doch etwas gekleckert, wie man spätestens auf der Vergrößerung sieht.

 

 

8. Schritt (elt. Vorförderpumpe)
Nachdem die serienmäßige Pumpe das Zeitliche gesegnet hatte, musste sie durch ein anderes Modell ersetzt werden.

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