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KGR
mit automatischem Entlüfter |
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Die ursprünglich für den Einsatz in
Ölheizungsanlagen konzipierten Schwimmerentlüfter sind auch in Pöl-Systemen
begehrte und vielfach bewährte Bauteile. In beiden Anwendungsfällen ist
der Verwendungszweck der Gleiche: Verwendung eines Einstrangsystems, bei
dem die überschüssige Menge Brenn-/Kraftstoff aus dem Brenner/der ESP
dem Zulauf entlüftet wieder zugeführt wird, nachdem im Brenner/der ESP
angefallene Abwärme aufgenommen wurde. Diese aufgenommene Abwärme
verschwindet nicht mehr über die Rücklaufleitung sinnlos im Tank,
sondern führt zu einer schnellen Erwärmung des Systems, was ja
eigentlich das Ziel sein sollte. Bei der Installation einer Ölheizung
spart die Verwendung eines Entlüfters die Verlegung einer
Rücklaufleitung, beim Pöl-Umbau spart es vielfach das Verlegen einer
Kraftstoffleitung mit größerem Querschnitt, da der Volumenstrom in der
Saugleitung drastisch abnimmt. Ein über ein einfaches T-Stück
hergestellter KGR hat den Nachteil, dass keine Entlüftung des
Systems mehr stattfinden kann. Dieses Problem gehört mit der Verwendung
eines solchen Entlüfters der Vergangenheit an. |
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Ein TigerLoop war das erste Bauteil,
das ich an meinem eigenen Auto nachgerüstet habe. Der Schwede
funktioniert einwandfrei, die Standzeit ist jedoch verbesserungswürdig.
Dazu weiter unten mehr.
Mittig wird die Saugleitung zum Tank
angeschlossen, rechts ist der Ausgang zur ESP, links wird der Rücklauf
der ESP angeschlossen. Im Bild rechts ist zu sehen, dass Saugleitung und
Abgang zur ESP direkt miteinander verbunden sind, der Rücklauf aus der
ESP findet in das Staugefäß statt. Hier wird entlüftet und der
Kraftstoff durch den zweiteiligen Schwimmer geregelt über einen separaten
Zulauf der Versorgungsleitung wieder zugeführt. Der Schwimmer
verschließt diesen Zulauf sobald sich im Staugefäß kein Kraftstoff mehr
befindet, unterstützt durch den von der ESP erzeugten Sog. Somit kann ein
TigerLoop auch in Systemen wie meinem eingesetzt werden, bei |

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AFRISO
FlowControl 3/K-1 |
TigerLoop /
Oventrop TocUno |
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denen temperaturabhängig der
Rücklauf vor dem TigerLoop durch ein Magnetventil geöffnet werden kann.
Mit der Umschaltung erfolgt dann ein Leerlaufen des Staugefäßes und
anschließendes Verschließen durch den Schwimmer. Somit wird über das
Staugefäß und die darin oben befindliche Entlüftungsbohrung keine Luft
in das System gesaugt. Der zweiteilige Schwimmer stellt einen konstanten
Füllstand im Staugefäß her, sodass ein Austreten von Kraftstoff aus der
Entlüftungsbohrung ausgeschlossen ist. Beim Einbau ist darauf zu achten,
dass diese nicht verdeckt wird, sonst kann es zu Betriebsstörungen
kommen. |
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Auf die gleiche Weise wie ein
TigerLoop bzw. TocUno funktioniert der AFRISO FlowControl 3/K-1. Meine
Praxis hat jedoch bewiesen, dass dieser deutlich standfester ist. Hohe
Temperaturen und Vibrationen beeindrucken ihn offenbar überhaupt nicht.
Von der theoretischen Möglichkeit des Dichtungswechsels musste auch nach
über 30.000km im Pölbetrieb mit Rücklauftemperaturen von bis zu 95°C
kein Gebrauch gemacht werden. Darüber hinaus ist er meistens auch
günstiger im Anschaffungspreis.
Fazit: Wenn ein Entlüfter eingesetzt werden
soll, dann nach Möglichkeit den AFRISO!
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| Schwachstelle
"Verschlusskugel" beseitigen |
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Diese Maßnahme ist nur bei älteren
Entlüftern nötig, mittlerweile haben alle Hersteller diesen Mangel selbst
(oder hier? ) erkannt und
beseitigt.
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| Oventrop
TocUno / TigerLoop |
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An dieser Stelle siffen die
Entlüfter gerne mal heraus, schlimmstenfalls verabschiedet sich die
eingepresste Kugel sogar auf Nimmerwiedersehen aus ihrem Sitz, sodass der
Kraftstoff munter aus der Öffnung heraussprudeln kann (wenn man eine
Vorförderpumpe hat) und fleißig Luft ins System gesaugt wird.
Hier eine Beschreibung, wie man mit
ein paar Handgriffen dieses Problem dauerhaft beseitigen kann. |
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Die eingepresste Kugel verschließt
eine von außen eingebrachte Bohrung, mit der ein angegossener
Verbindungskanal vom Vorlauf-Anschluss zum Ausgang freigelegt wird.
Vermutlich durch starke Erwärmung und damit verbundener Ausdehnung des
Gussteils lockert sich der Sitz der Kugel, sodass der Verschluss undicht
wird oder die Kugel gar verloren geht. |
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Unter
Zuhilfenahme eines Durchschlags kann die Kugel mit ein paar beherzten
Hammerschlägen nach innen aus der Bohrung herausgetrieben werden. Das
geht verhältnismäßig einfach, da das Entlüfter-Gehäuse aus sehr
weichem Aluminiumguss besteht. Nun kann man sie durch den
Ausgangs-Anschluss herausangeln, ggfs. durch die freigelegte Bohrung von
außen mit einem kleinen Schraubendreher nachhelfen. |
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Da haben wir
den Übeltäter...eine ganz ordinäre gehärtete Stahlkugel. |
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Mit einem
Grundloch-Gewindebohrer oder einem Fertigschneider mit sehr kurzem
Anschnitt kann in die Bohrung nun ein M8-Gewinde geschnitten werden. |
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Für ein
M8-Gewinde ist das Kernloch zwar ein bisschen groß, aber hier sollen ja
später auch keine Kräfte wirken wie sie bei einem Befestigungsgewinde
auftreten können. Die Sache soll nachher einfach nur dicht werden. |
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Beim Schneiden
des Gewindes angefallene Späne durch den Vorlauf- Anschluss ausblasen, so
können keine Späne im Gehäuse verbleiben bzw. sich durch Blasen aus der
anderen Richtung im Gehäuse verkeilen. |
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Nun einen
Gewindestift M8x6 oder besser noch eine Zylinderschraube mit
Innensechskant mit Teflonband umwickeln, damit sie dichtend in das neu
geschnittene Gewinde eingeschraubt werden kann. Alternativ zu Teflonband
kann auch flüssige Gewindedichtung verwendet werden. |
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Fertig! Diese
Bohrung ist nun dauerhaft dicht und unempfindlich gegen Vibrationen und
durch Erwärmung hervorgerufene unterschiedliche Ausdehnungen von Gehäuse
und Kugel. |
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Alternativ zu einem Gewindestift kann
auch eine Sechskantschraube verwendet werden, wie hier zu sehen ist. Um
einer Undichtigkeit durch defekte Dichtung des Staugefäßes vorzubeugen,
ist hier der Spalt mit Uhu Plus gefüllt. Das Foto entstand nach etwa
3.000km Betrieb...alles dicht. |
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AFRISO
FlowControl 3/K-1 |
Wegen der
Möglichkeit, bei diesem Entlüfter im Bedarfsfall die Dichtung des
Staugefäßes sehr einfach wechseln zu können, würde ich heute dieses
Modell bevorzugen. Allerdings besteht auch hier das Problem mit der
Verschlusskugel, das auf die gleiche Weise wie oben beschrieben beseitigt
werden kann. Ich habe den AFRISO mittlerweile mit den entsprechenden
Modifikationen in mehrere Fahrzeuge eingebaut, in denen er problemlos
funktioniert. Und das trotz teilweise sehr hoher thermischer Belastung
(Rücklauftemperaturen von über 90°C) mit Originaldichtring und über
mittlerweile mehr als 30.000km ohne Ermüdungserscheinungen. |
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Der AFRISO lässt sich nach
Herausdrehen der 8 Schrauben (Torx T10) in seine Einzelteile zerlegen. Den
serienmäßigen O-Ring (72x3) kann man bei dieser Gelegenheit gegen ein Exemplar aus Viton
ersetzen. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, auch der originale
Dichtring glänzt mit beeindruckender Standzeit. |
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Entsprechend dem kleineren
Durchmesser der Verschlusskugel habe ich hier ein Gewinde M6 geschnitten
und eine Zylinderschraube mit Innensechskant M6x8 mit flüssiger
Gewindedichtung eingesetzt. |